Die wichtigsten Fragen, einfach erklärt.
Keine Fachsprache, keine Produktwerbung. Was Sie vor der Pensionierung wissen sollten, in fünf Themen.
Rente oder Kapital?
Die Pensionskasse zahlt Ihr Guthaben als lebenslange Rente, als einmaliges Kapital oder als Mischung. Die Rente ist sicher, voll steuerbar und nicht vererbbar. Das Kapital gibt Freiheit, wird einmalig tiefer besteuert und muss selber verwaltet werden; wer älter als geplant wird, trägt das Risiko selber.
Als Faustregel entspricht die Rente einer sicheren Rendite von rund vier Prozent auf dem Kapital nach Steuern. Wer diese Rendite nicht dauerhaft erzielen kann oder das Geld zum Leben braucht, fährt mit der Rente besser. Viele Kassen verlangen die Anmeldung für einen Kapitalbezug bis zu drei Jahre im Voraus.
Hypothek im Ruhestand?
Die Bank rechnet nach der Pensionierung mit fünf Prozent kalkulatorischem Zins auf dem Renteneinkommen. Liegt der Wohnkostenanteil über einem Drittel, muss amortisiert oder verhandelt werden. Das Gespräch mit der Bank gehört zwei bis drei Jahre vor die Pensionierung, nicht danach.
Steuern optimieren?
Kapital aus Säule 3a, Freizügigkeit und Pensionskasse wird im Bezugsjahr zusammengerechnet und progressiv besteuert. Verteilt auf mehrere Steuerjahre sinkt die Belastung oft um einen Drittel. Mehrere 3a-Konten und Einkäufe in die Pensionskasse in den Jahren vor der Pensionierung sind die wirksamsten Hebel.
Früher in Pension?
Die AHV lässt sich ein oder zwei Jahre vorbeziehen, mit lebenslanger Kürzung von 6,8 Prozent pro Jahr. Bei der Pensionskasse fehlen die letzten Sparjahre, und der Umwandlungssatz sinkt. Jedes Jahr früher kostet deshalb doppelt: weniger Rente und mehr Jahre, die überbrückt werden müssen. Dafür gibt es Wege, zum Beispiel eine Teilpensionierung oder die Überbrückung aus der Säule 3a.
Vermögen sinnvoll planen?
Im Ruhestand braucht es zwei Töpfe: eine Reserve für Unvorhergesehenes, die jederzeit verfügbar ist, und angelegtes Kapital, das über die Jahre Rendite bringt. Die Rendite dient als Zustupf für Teuerung und Wünsche, nicht für die Miete. Wer das Kapital in den Jahren vor der Pensionierung angelegt lässt, hat danach spürbar mehr.